„Der Geschmack von roten Fäden" - die Lesetermine:

20.11. - 07.12.2014 Teilnahme (mit Lesung) an der Stuttgarter und Münchner Bücherschau

22.11.2014  um 19:30 Uhr in Gmünd, Schloss Lodron, Stadtsaal; anlässlich der Buchwoche, die alle zwei Jahre stattfindet; begleitet von der Harfinistin Judith Sprenger-Laubreiter

13.11.2014 um 18:00 Uhr in 1180 Wien, Rampenlichttheater, Mitterberggasse 15

 


 

Die Autorin Bärbel Gaal-Kranner veröffentlichte ihren Debütroman „Der Geschmack von roten Fäden".

  

   Die Klagenfurt-Ausgabe berichtet:

 

 

Wie schmecken rote Fäden?

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Die Latschacherin Bärbel Gaal-Kranner hat fast zwei Jahrzehnte lang als Verhaltenstherapeutin in eigener Praxis gearbeitet. Vor einem Jahr hat sie die Praxis geschlossen und arbeitet seither als freie Autorin: „Meine drei Kinder sind längst erwachsen und so habe ich mich entschlossen, das zu tun, was ich immer wollte.“ Immer schon vom Klang der Sprache fasziniert, das Hören geschult am psychosozialen Feld, trat sie nach vielen Jahren des Schreibens im Rahmen der von Katrin Ackerl Konstantin und Rosalia Krautzer konzipierten „schau.Räume“ vor zwei Jahren erstmals mit eigenen Texten an die Öffentlichkeit. Ihre Kurzgeschichten hat sie in diversen Anthologien veröffentlicht; mit dem Entschluss, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, war es Zeit, den ersten Roman zu realisieren: „Der Geschmack von roten Fäden“.

Geboren ist die Autorin in Graz, im zweiten Lebensjahr ist sie mit ihren Eltern nach Wolfsberg übersiedelt; nach dem Studium der Psychologie an der Uni Klagenfurt ist sie schließlich in Villach gelandet und vor 20 Jahren in Latschach sesshaft geworden.

Als Therapeutin betreute sie Patienten zwischen drei und 82 Jahren, Kommunikationsdefizite, Verlust-Ängste und Trauerarbeit waren dabei Themen, die ständig wiederkehrten. „Die Erfahrungen des Lebens prägen jeden Menschen“, sagt sie auf die Frage, wie viel aus der Therapiearbeit in den Roman geflossen sind. „Der Geschmack von roten Fäden“ handelt „von Freundschaft, Liebe und Tod“, beschreibt sie, die Geschichte aber sei eine rein fiktive. „Es geht darin um die Fragestellung: Wie geht es den Hinterblieben, den Kindern und Enkeln nach dem Vollzug aktiver Sterbehilfe?“

Gaal-Kranner betont, dass nicht von passiver Sterbehilfe die Rede ist, sondern davon, „dass jemand sich bei klaren Sinnen dafür entscheidet, mit ärztlicher Hilfe aus dem Leben zu scheiden“. Die Autorin nimmt dabei keine Für- oder Wider-Stellung ein, sondern: „Das Buch soll betroffen machen und zum Denken anregen. Der Leser soll sich seine eigenen Gedanken zu diesem Thema machen.“
Zum Denken anregen will Gaal-Kranner, indem sie im Roman alle möglichen Alltagssituationen eines Familienlebens verarbeitet. „Und manche regen auch zum Lachen an, das Buch soll ja gerne gelesen werden. Das Thema soll nicht abschrecken, sondern dazu führen, sich damit auseinander zu setzen. Denn es betrifft uns alle.“
„Der Geschmack von roten Fäden“ ist im Eigenverlag erschienen und in ausgewählten Buchhandlungen erhältlich bzw. anhand der ISBN-Nummer überall bestellbar (ISBN 978-3-200-03156-2).