19.04.2016  -  Kleine Zeitung  -  Mürztal Ausgabe

Literatur

Ein Abend im Zeichen der Lyrik

Der Schwerpunkt der aktuellen Reibeisen-Präsentation ist Tschechien. Die literarische Reise führte von der Flüchtlingskrise über Slowenien bis in die Steiermark.

Foto © Christine Rois

Die Macher und Bewunderer der neuesten Reibeisen-Ausgabe im Zuge der Präsentation im Spielraum

 

Christine Teichmannund Klaus Vorhauer, Vorstandsmitglieder des Kapfenberger Europaliteraturkreises, eröffneten die diesjährige Reibeisen-Präsentation im Spielraum. Bezugnehmend auf die Flüchtlingskrise machte Teichmann gleich einmal betroffen mit ihrer „Betroffenheitslyrik“, Vorhauer mit seiner ausdruckstarken Lyrik.

Da in dieser Reibeisen-Ausgabe der Schwerpunkt Tschechien hieß, waren zwei Gäste aus dem Nachbarland die nächsten, die Kostproben ihrer Arbeiten vorstellten, fünf Autorinnen aus Slowenien setzen den Rundgang um Österreich fort. Beendet wurde die literarische Reise wieder in der Steiermark, mit Wolfgang Mayer-König und dessen Sohn Florian mit waldpädagogischen Betrachtungen. Musikalisch begleitet wurden die Autoren von Wolfang Leitner auf der Gitarre. Literaturkreis Vorsitzender Sepp Graßmugg hofft, auch im nächsten Jahr ein neues Reibeisen vorstellen zu können. Zunächst aber geht es mit der aktuellen Ausgabe zur Präsentation nach Wien.

 


 

KLEINE ZEITUNG - Mürztal 

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Ober_steirische Rundschau vom 6./7. April 2016

 

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03.04.2013 - "KLEINE ZEITUNG" www.kleinezeitung.at (Mürztal-Ausgabe)

 

Der Literaturkreis wird 30

Das dreißigste Reibeisen erscheint im dreißigsten Literaturkreisjahr. Und wurde gestern, am dreißigsten Andersentag, angekündigt.

 

Drei Vertreter des Europa-Literaturkreises: Ruth Barg, Hans Bäck und Vorsitzender Josef Graßmugg (v. l.)        Pototschnig

 

"Irgendwie schwebt der Dreißiger im Raum“, sagte gestern Sepp Graßmugg im Kapfenberger Café Mocca. Graßmugg sprach vom 30. Reibeisen im 30. Jahr des Europa-Literaturkreises Kapfenberg – und das am gestrigen 30. Andersentag.

Das 30. Reibeisen ist so gut wie fertig und wird am 19. April um 19 Uhr im Spielraum der Musikschule Kapfenberg präsentiert. Eine Woche später wird das 200-Seiten-Magazin in Wien präsentiert, danach in Graz.

Drei Viertel des Umfangs widmen sich der Literatur. Neben heimischen und Gastautoren sind auch Texte aus Ungarn, Polen und Bulgarien eingereicht worden. Und Slowenien ist überhaupt als eigener Schwerpunkt im Heft vertreten.

 

Viel Mundart

„Interessant ist der starke Anstieg von Mundarttexten“, erläuterte Hans Bäck. Diese kommen vor allem aus Österreich, aber auch aus Deutschland. Wie überhaupt die im Vorjahr gegründete Filiale des Literaturkreises in Berlin viele Impulse gebracht hat, auch der Feuilletonteil ist diesmal aus Deutschland.

Der Zulauf an Texten war beachtlich. 150 Autorinnen und Autoren sandten Arbeiten ein, wobei Prosa überwiegt. Etwa die Hälfte davon passierte die Hürde der strengen Jury und schaffte es ins Reibeisen.

Neben der Produktion des „Reibeisen“ bemüht sich der Literaturkreis gemeinsam mit der Stadtbibliothek sehr darum, die Jugend zum Lesen zu bewegen. Was man sich wünscht, ist etwas mehr öffentliche Förderung, wie Bäck sagte: „Wir würden zum Slowenien-Schwerpunkt gerne die Spitzen des dortigen P.E.N.-Clubs einladen. Aber das müssten wir aus der eigenen Tasche bezahlen.“ Und die Dichterin Ruth Barg: „Es wäre schön, wenn diese Arbeit etwas besser honoriert werden würde.“

FRANZ POTOTSCHNIG

 



 

30.03.2012  -  "KLEINE ZEITUNG"  www.kleinezeitung.at  (Mürztal-Ausgabe)

 

Volles Heft trotz leerer Kasse

Der Europa-Literaturkreis Kapfenberg ist 30 Jahre alt. Fast genauso alt ist seine alljährlich erscheinende Anthologie, das "Reibeisen".

Foto © Heimrath,  Freuen sich über "Reibeisen" und mehr: Türk, Graßmugg, Bäck, Barg

Aufatmen bei den Mitgliedern des Europa-Literaturkreises Kapfenberg: "Es ist sich doch noch ausgegangen. Aber es wird von Jahr zu Jahr enger und enger", seufzt Obmann Josef Graßmugg. Enger und enger wird es mit der Herausgabe des Literaturmagazins "Reibeisen", des Aushängeschilds des Literaturkreises. Denn das Geld wird immer knapper, die Fördertöpfe immer leerer. Das diesjährige "Reibeisen" wird am 13. April um 19 Uhr im Kapfenberger Spielraum der Öffentlichkeit präsentiert. "Das ist ein Freitag, der 13., hoffentlich ist das kein böses Omen für die Zukunft", scherzten Graßmugg und seine Mitstreiter Ruth Barg, Hans Bäck und Helmut Türk jüngst bei einer Pressekonferenz des Literaturkreises.

So knapp die Kassen sind, so voll ist das neue Heft. "Es war eine Textflut, die heuer über unsere Juroren hereinbrach", schreibt Graßmugg im Editorial des "Reibeisen". Immerhin 27 eingesandte Beiträge mussten abgelehnt werden. Doch für diese Autoren gibt es ein kleines Zuckerl: Sie werden zum Lyrikseminar im Juli anlässlich der Aflenzer Kunstwochen eingeladen. Und die Internationalität des Europa-Literaturkreises zeigt auch die Tatsache, dass in Kürze eine Deutschlandredaktion für das "Reibeisen" installiert wird - weil der administrative Aufwand immer größer wird.

Neben den literarischen Beiträgen stellt das 29. "Reibeisen" den slowenischen Künstler Karel Peko vor. Im Feuilletonteil beschäftigt sich Karl Mittlinger mit dem Thema Religion, und Rüdiger Mendel erinnert an die Ägäis - durchaus mit aktuellen Griechenlandbezügen. Den Blick auf den Nachbarn - heuer Italien - richtet diesmal Josef Kaltenböck sen., und Lokalbezug stellt Karl Friedl mit der prähistorischen Besiedlung des Mürztals her.

Einen kurzen Ausblick gab Graßmugg auch auf die zweite Literaturbiennale von 14. bis 17. Juni. Für die Podiumsdiskussion am 16. Juni, die Kleine Zeitung-Kulturchef Frido Hütter moderieren wird, konnte der Autor Wolfgang Welsch gewonnen werden, der drei Mordanschläge der DDR-Stasi überlebt hat.

ULF TOMASCHEK