Literaturtheorie und andere Feinheiten

 

 

Der Monolog

Der Versuch einer Kurzerklärung

 

Der Monolog (Selbstgespräch) im engeren Sinne kommt als Kunstform in bestimmten Formen in der Lyrik und in Tagebuchaufzeichnungen vor.

 

Im weiteren Sinne ist der nicht-literarische Monolog an konkrete Kommunikationssituationen gebunden, wobei der RednerIn über an größeres Wissen verfügt oder gerne die ZuhörerInnen zur schweigende Masse verführt. Diese Monologart kommt meist bei Erzählungen, Vorträgen und Predigen vor, aber auch in Dramen und Romanen wird dieser Monolog angewandt.

 

Der dramatische Monolog übernimmt die Mitteilungsfunktion für den Zuschauer oder Leser.

 

Der Rahmenmonolog findet am Anfang oder Ende eines Dramas.

 

Der Brückenmonolog fungiert als Verbindung zwischen den einzelnen Teilen der Handlung.

 

Der Kernmonolog als Zentrum des dramatischen Vorganges.

 

Die Monologkette aus mehreren Monologen setzt sich innerhalb eines Dramas zu einer Kette zusammen.

 

Epischer Monolog dient zur Mitteilung von nicht dargestellten Vorgängen.

 

Der lyrische Monolog drückt die seelische Stimmung einer Person aus.

 

Der Reflexionsmonolog gibt einen Kommentar zur bestimmten Lage ab, bzw. reflektiert durch eine Figur die Situation.

 

 

Innere Monologe in der Prosa sollten die Erzählung vorantreiben. Sie dürfen nicht als Belehrungsobjekt eingebaut werden. Der Leser will keinen Zeigefinger erlesen. Monologe können auch als roter Faden (eigene Ebene) durch einen Roman führen (z.B. Gedanken des Protagonisten oder Antagonisten).

 

Dramen kommen ohne Monologe kaum aus. Sie erklären, leiten über und verbinden die verschiedenen Teile, Akte des Dramas.

© Karin Graf-Braun              Quellen: UTB Literaturwissenschaft - Internet