Josef Graßmugg

 

 

 

 

 

 

Schweineberaten

Es war einmal ein Glücksschwein. Das machte sich auf den Weg, um das Corona-Virus zu finden. Weil es ja gewohnt war, immer Glück zu haben, machte es sich keine Sorgen. Bestimmt würde es dieses kleine Biest irgendwo entdecken. Die Gefahr, von ihm angesteckt zu werden, war nicht besonders groß. Das Glücksschwein bestand ja durch und durch aus Marzipan.

Bald traf es auf ein Wildschwein. Auch das wollte bei der Suche sofort mitmachen. Zu zweit würden sie das Virus viel leichter aufspüren. Das Wildschwein war ohnehin Suchexperte, überhaupt wenn es um unterirdische Verstecke ging.

Wenig später stießen die beiden auf ein Sparschwein. Das wollte natürlich auch helfen. Schließlich zehrte die Krankheit, die das Virus ausgeschickt hatte, schon sehr an ihm. Das Sparschwein war in den letzten Wochen ziemlich abgemagert.

Nach einiger Zeit trafen sie auf ein Meerschwein. Weil es wieder einmal nichts zu tun hatte, beschloss es, sich ebenfalls an der Suche zu beteiligen. Da konnte es sich wieder einmal richtig austoben. Das klang nach Auslauf und Abenteuer.

Inzwischen war die Gruppe schon längere Zeit unterwegs, hatte das böse Virus aber noch immer nicht gefunden. Es war an der Zeit, sich zu beraten.

Bekanntlich ist beim Schweineberaten immer wieder mit guten Ergebnissen zu rechnen. So war es auch diesmal.

Glücks-, Wild-, Spar- und Meerschwein beschlossen, das Hausschwein zu besuchen. Warum war ihnen das nicht schon früher eingefallen?

Das Hausschwein! Es lebte bei den Menschen – und die Menschen waren doch das Lieblingsspielzeug des Corona-Virus. Bestimmt konnte es ihnen weiterhelfen.

So kam es, dass das Schweinequartett schon bald darauf beim Hausschwein auftauchte. Leider war es bereits spät am Abend. Deshalb war die Tür des Schweinestalls verschlossen und das Hausschwein konnte keine Besucher mehr empfangen. Also suchten sich auch die Gäste rund um den Bauernhof ein Nachtlager.

Am nächsten Morgen waren die vier Reisenden schon seit Tagesanbruch auf den Beinen. Sie konnten es kaum erwarten, dass sich die Stalltür öffnete. Endlich war es soweit. Das Hausschwein empfing sie freundlich und hörte sich ihr Anliegen an.

Wie erwartet konnte es auch Informationen dazu liefern: „Liebe Freunde, es ist zu befürchten, dass das Virus von den Menschen ablässt und Teil unserer Schweine-Großfamilie wird. Das Corona-Virus hat sein Interesse an den Zweibeinern ziemlich verloren und bemüht sich stattdessen, eine Beziehung zum Stachelschwein aufzubauen. Unsere exotische Verwandtschaft ist anscheinend gar nicht abgeneigt, eine Verbindung mit dieser stacheligen Kugel einzugehen. Ihr braucht das Virus also nicht länger zu suchen. Es kommt vermutlich sowieso zu uns.“

Damit hatte natürlich keines der anwesenden Schweine gerechnet. Sie wollten das Virus finden, um es zu vertreiben, und nicht, um es bei sich aufzunehmen. Das Glücksschwein hatte eine Idee, wie das ganze vielleicht noch verhindert werden konnte. „Liebe Freunde, ich lade euch ein – Schweineberaten ist wieder einmal angesagt.“

Auf das Ergebnis dieser Beratung müssen wir leider noch warten . . .

 


 

Klopapier

Göld spült ka Rulln.

Es zöhlt die Gier.

Noh Säck voll Nudln

und Klopapier.

A Germ wird braucht

und a Reis,

Gummibärli

und so Scheiss.

A Wein, a Kistn Bier

und net vagessn –

Klopapier.

A Schnitzlfleisch

und Semmlbrösl

füa die Panier.

Für´n Mogn a Schnapserl

und Klopapier.

An Lesestoff,

a Duschbod ah.

Zan Noschn wos,

oll´s is laa.

Und in besta

Einkaufsmanier,

noh da Griff

zum Klopapier.

Am End dann leida

völlig stier.

Des Göld eintauscht

geg´n Klopapier.