22. 03. 2017 - Das kleine Reibeisen

Einen ersten Vorgeschmack auf die Reibeisen-Präsentation am 21. April 2017 im Spiel!Raum Kapfenberg gab es bereits am 22. März 2017 in der Bücherei der Neuen Mittelschule Kapfenberg Körner.

Sepp Graßmugg, Ruth Barg und Helmut Türk überreichten als Vertreter des "Europa-Literaturkreis Kapfenberg" den Schülerinnen und Schülern, die sich an der Schreibwerkstatt im Rahmen der 4. Kapfenberger Literaturbiennale beteiligt hatten, ihre Belegexemplare des Sonderdruckes "Das kleine Reibeisen".

Die 2.C - Klasse der NMS Kapfenberg Körner

 

Das Vorwort zum "Kleinen Reibeisen" von Schreibwerkstatt-Leiterin Sigrid Uhlig




21. 03. 2017 - Leipzig liest

Leipziger Buchmesse, 23. - 26. März 2017

Neben Ellen Balsewitsch-Oldach vom Hamburger elbaol - Verlag finden sich unsere Mitglieder und/oder deren Bücher auch an anderen Ständen der Leipziger Buchmesse. So u. a. beim Stand der österreichischen IG Autorinnen Autoren, der Edition Keiper aus Graz, dem FDA (Freier Deutscher Autorenverband)...




19. 02. 2017 - Reibeisen 34

Am 21. April 2017 erscheint die 34. Ausgabe des Kulturmagazins „Reibeisen".

Im allgemeinen Literaturteil werden Textbeiträge folgender Autorinnen und Autoren zu finden sein:

Susanne Ulrike Maria Albrecht, Zweibrücken (D)

Anna Aldrian, St. Nikolai im Sausal

Wolfgang Anders, Bockfließ

Michael Arenz, Bochum (D)

Hans Bäck, Kapfenberg

Ruth Barg, Kapfenberg

Dirk-Uwe Becker, Linden (D)

Carmen Billing, Wien

Manfred Chobot, Wien

Susanne Eder, Kapfenberg

Wiebke Drucker, Heide (D)

Barbara Feigl, Leibnitz

Mario Ganß, Dessau-Roßlau (D)

Alexander Gerow, Sofia (BG)

Josef Graßmugg, Kapfenberg

Joachim Gunter Hammer, Pirching a. T.

Brigitte Hanke, Mildensee (D)

Elisabeth Hinterplattner, Aflenz

Iwanow Binjo, Barakowo (BG)

Stefanie Jeller, Wien

Marlies Jensen-Leier, Schleswig (D)

Birutė Jonuškaitė, Vilna (LTU)

Ivan Kehlibarev, Burgas (BG)

Barbara Klein, Kapfenberg

Manfred Friedrich Kolb, Wismar (D)

Dietwin Koschak, Graz / Kapfenberg

Isabella Kramer, Nienhagen (D)

Friederike Krassnig, Judenburg

Andrea Lammer, Kapfenberg

Sepp Maier, Pernegg

Paweł Markiewicz, Bielsk Podlaski (PL)

Wolfgang Mayer-König, Graz

Eberhard Mayr, Wien

Peter Mitmasser, Wiener Neudorf

Karl Mittlinger, Graz / Unterrohr

Elvira Nüchtern, Freiburg (D)

Ferdinand Planegger, Wels

Karl Plepelits, Kapfenberg

Günther Roth, Graz

Şafak Sarıçiçek, Heidelberg (D)

Wera Schilina, Graz

Therese Schwarz, Kapfenberg

Margarit Shekov, Dolni Pasarel (BG)

Martin Stankowski, St. Florian (A) / St. Margarethen (CH)

Marlies Strübbe-Tewes, Unna (D)

Edwin Sugarew, Sofia (BG)

Ingrid Svoboda, Wien

Christine Teichmann, Graz

Christine Tippelreiter, Wieselburg

Adi Traar, Graz

Peter Tschuchow, Sofia (BG)

Klaus Ewald Vorhauer, Kapfenberg

Peter Paul Wiplinger, Wien

Johannes Witek, Salzburg

Andrea Wolfmayr, Gleisdorf

Florian Zeilinger, Graz / St. Barbara

 




12. 02. 2017 - Mondäpfel

Weil Fasching ist (aber nicht nur deswegen)

„Sind deine Äpfel bei Vollmond oder abnehmenden Mond gepflückt?“ fragte ich meinen langjährigen Apfelbauern in Pöllau.

„Bist deppert? Ich bin froh, dass ich in diesem blödem Jahr (es war das Erntejahr 2016: Schnee auf den Blüten, Spätfröste usw.) überhaupt ein paar an den Bäumen habe!“

„Na ja, ich meine ja nur, denn da gibt es den Mondkalender, wenn man nach dem geht, dann ist alles ganz anders!“

„Ja, ich könnte dann auch einen höheren Preis verlangen,  könnte mir das Kühlhaus ersparen, und was weiß ich noch alles!“

„Du horch zu, ich habe bei meinem letzten Besuch in Hamburg im „Hamburger Abendblatt“ gelesen, dass am Markt in Ottensen Äpfel, gepflückt nach den Mondphasen, angeboten wurden. Und weil das auch am Stand angeschrieben war, konnte der Verkäufer dort den vierfachen Preis verlangen. Die Urteile der Käufer gingen von einem  ‚Traumgeschmack’ bis ‚Hokuspokus’ und ‚Etikettenschwindel’. Einer meinte noch  im Vorbeigehen, wenn die Äpfel noch von sieben Jungfrauen gepflückt wären, dann würde er sie kaufen.“

„Was willst denn“ meinte mein biederer Oststeirer, „es gibt ja auch das Mineralwasser mit Mondscheinabfüllung, da kannst eine Flasche Sekt auch kaufen, so teuer ist das.“

„Ja, aber dafür wunderbar bekömmlich und du bekommst dann auf vierundzwanzig Stunden keinen Durst mehr.“

„Und wenn der Bauer sein Schwein zu Klängen von Mozartmusik verwurschtet, schmeckt sie unvergleichlich besser und hält dreimal so lange – bevor sie schimmlig wird.“

„Echt? Ich habe gelesen,  beim Friseur musst du auch achten, welche Mondphase gerade ist. Bei mir ist das besonders wichtig, denn wenn ich die falsche Phase erwische, dann wächst überhaupt nix mehr nach und ich habe eine Totalglatze! Sonst kann´s mir passieren, bei der anderen Phase, dass ich nach 6 Wochen schon wieder zum Friseur gehen müsste.“

„Bei uns im Dorf, da ist einer“ so antwortete mein Obstbauer, „der auch sein Brennholz unter Berücksichtigung der Mondphasen schlägert. Wenn er das bei Neumond macht, dann brennen die Scheiter im Kachelofen viel länger!“

Wir haben uns geeinigt, dass ich weiterhin meine Äpfel bei ihm kaufe, egal, wann er sie pflückt. Ob da der Mond über den Masenberg steht oder gerade untergegangen ist, ob es Neumond oder Vollmond ist. Hauptsache, sie sind gut und saftig (echt steirisch eben) und nicht zu sehr gespritzt, sodass es noch ein Apfel ist, der auch nach Apfel schmeckt.

„Du, wie ist denn das mit der Liebe? Sollen wir da auch nach dem Mond gehen?“

„Weißt was, das ist egal, seien wir froh, dass wir ...“

„Ja, hast eh recht“

 

Hans Bäck




12. 12. 2016 - Reibeisen-Rezension im "Literarischen Österreich"

 

reibeisen


DAS KULTURMAGAZIN AUS KAPFENBERG. NR. 33/2016

Herausgeber: Stadtgemeinde Kapfenberg,

Gestaltung: Europa-Literaturkreis Kapfenberg, 230 Seiten

ISBN 1810-0473


Es ist schon außergewöhnlich, wenn eine Stadtgemeinde gemeinsam mit einem Literaturkreis (Obmann: Josef Graßmugg) als Herausgeberin einer sowohl inhaltlich als auch vom Umfag her ansehnlichen Literaturzeitschrift fungiert. Das alljährlich im steirischen Kapfenberg erscheinende Kulturmagazin "Reibeisen" bringt erstaunlich vielfältige Blicke über den sprichwörtlichen Tellerrand hinweg zuwege. Neben einem ausgeprägten Tschechien-Schwerpunkt finden sich diesmal bulgarische, slowenische, iranische und plattdeutsche Texte (meist jeweils zweisprachig) ebenso wie Beiträge heimischer und Gastautoren. Da beschreibt Anna Aldrian den südsteirischen Brauch des Bergbetens, Hans Bäck berichtet sarkastisch über eine - nie realisierte - odorierende Wunderfaser und nüchtern von einer letzten Italienreise angesichts eines hoffnungslosen Befunds ("Was haben wir gelacht!"), Manfred Chobot steuert ein zeitkritisch pointiertes "Luxuslimousinen-Schnäppchen" bei. Christl Grellers Gedicht "bodennaher blick" beobachtet eine Abendgesellschaft aus der originellen Beinperspektive. Lyrisches "insightseeing" betreibt C. H. Huber-Tyrol als knappe Bilanz der Kunst, Liebe in Freundschaft zu verwandeln, ein bitteres "lied der nacht" singt Rudolf Kraus. Von einer letal endenden Pilgerfahrt nach Mekka erzählt Karl Plepelits ("Der heiligste Ort der Welt"). Und damit sind nur einige Texte aus der reichhaltigen literarischen Fundgrube herausgegriffen, in der insgesamt 114 Autoren aus acht Nationen vertreten sind. Weiteres Stöbern und Entdecken lohnt, sei es ein Künstlerporträt des norddeutschen Malers Michael Mattern, eine Würdigung der "Instanz Karl Kraus" oder Lyrik von Mahvash Sabet, die 2008 u. a. wegen Propaganda gegen das System und Blasphemie zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde und seither im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran eingekerkert ist. Ihre "Prison Poems", von Helmut Niederle ins Deutsche übertragen, werden derzeit für die edition pen im Löcker Verlag vorbereitet. Langfrisig ist die Vorlaufzeit beim "Reibeisen": Der Einsendeschluss für die nächste Ausgabe ist am 30. Juni 2017 - für Nr. 35/2018.

Ewald Baringer





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