05. 11. 2010 - FDA - Kongress

 Jahreskongress des FDA zum Thema "20 Jahre Deutsche Einheit"

 Auch heuer nahmen mehrere unserer Mitglieder am Bundeskongress des FREIEN DEUTSCHEN AUTORENVERBANDES teil. Die Veranstaltung fand vom 5. - 7. Nov. 2010 in Leipzig statt.




21. 10. 2010 - Oktobermond

"OKTOBERMOND" - ein literarischer Abend mit Gerti Kornberger  

Birgt nicht der Herbst

die Hoffnung noch,

dass alles, was nach Frühling roch,

wir farbenschimmernd

neu erleben?

 

Verweht ist letzter

Blütenduft

in herbstgestirnter kalter Luft,

erinnernd an die

Wonnezeit

des Herzschlags erstes Beben.

 

Drum sei gegrüßt

Oktobermond,

der leuchtend

in den Wolken wohnt,

du bist uns mehr willkommen

als die erlosch´nen

Sommersonnen!

 

 

 GERTI KORNBERGER bei ihrer Lesung in Parschlug

 

Die "Resch & Fesch Musi" begleitete..




12. 10. 2010 - Tagebuchtag-Workshop

Die Vorbereitungen für den TAGEBUCHTAG 2010 am 9. November laufen auf Hochtouren...

Helmut Schlatzer, Leiter der Stadtbücherei Kapfenberg...

 ...stellte den Leseraum den Kindern der Dr. Karl-Renner- Volksschule...

...für einen Workshop zum Tagebuchtag zur Verfügung.




05. 10. 2010 - Offener Leseabend

Offener Leseabend

Diesmal trafen wir uns in der Öffentlichen Bücherei Parschlug.

Gelesen wurden Texte aus neu erschienenen Büchern und druckfrischen Manuskripten.




27. 09. 2010 - YellowRisk - Stefanie Eveline Roßmanith

Liebe Buchstaben-Freunde!

Ein kleiner Kurzbericht aus meiner Notebook-Welt:

Das Jahrgangsbuch - Kindheit und Jugend in Österreich - „Wir vom Jahrgang 1951“ hat sich aus seiner virtuellen Gefangenschaft befreit und liegt bereits in allen größeren Buchhandlungen auf und erwartet dort seine Käufer.

Derzeit schreibe ich gemeinsam mit meiner Tochter in derselben Serie: „Wir vom Jahrgang 1973“.

Mein Weihnachtsbuch „Das Weihnachtszeitheute“ - etwas andere Geschichten um die Weihnachtszeit und Muttis Kekse-Rezepte - befindet sich bereits in seiner Endphase. Mit meinem Roman „YellowRisk“ bin ich gerade in riskant-gelber Auseinandersetzung. Dazu ein kleiner Auszug:

On your own risk. Nicht nur hier in Slunj. Wo sie die erste Rast halten in „ihrem“ Restaurant. Auf Pfählen gebaut. Zwischen schmalen Wegstreifen, steilen Stufen, laut tosenden Wasserfällen. Wo man mit Blicken sich leichter auszutauschen vermag. Sie sich im Blaugrau seiner Augen zu orientieren versucht. Sich letztendlich darin verliert. War sie in ihren Gefühlen tiefer gegangen? Als sonst.

An einem geräuschintensiveren Ort?

Mit Blicken redend. Besser, als wenn sie sagt, du hast schon wieder das ausgewaschene Hemd angezogen. Das dir noch dazu um deinen Bauch herum spannt. Unmöglich aussieht. Weil wir beide halt doch ein bisschen zugelegt haben. Im Laufe der Jahre.

Sie, der krasse Gegensatz zu ihm, in ihrem neuen Kleid, bodenlang, gelber Mohn, neuestes Fotodesign, sündteuer – der Haute Couture entstiegen. Es war doch immer wieder dasselbe. Wenn er mit ihr auf Urlaub fuhr. Leger hoch zehn. Die schäbigsten Klamotten aus dem Schrank gefischt. Denn er verachtete Männer abgrundtief, wenn sie nicht in der Lage waren, sich ihre Kleidungsstücke selbst zusammenzusuchen. Wenn sie auf Reisen gingen. Und nicht wie sein bester Freund Moritz, der noch am Flughafen zwischen Abschiedsküssen, von seiner Frau aufgezählt bekam, was sie ihm alles eingepackt hatte und welche Krawatte zu welchem Hemd zu tragen sei. Igittigitt. Wie widerlich. 

Und zu seiner eigenen Kleiderwahl zu bemerken: Einmal muss er sich gehen lassen dürfen. Seine unumstößliche Meinung.

Zu Hause war er generell in Schwarz gekleidet. Der Herr Künstler. Der Herr Superüberdrüberfotograf. Immer in Schwarz. Immer mit einem verbindlichen Lächeln auf den Lippen. Der gut zahlenden Klientel verpflichtet. Seinem Ruf. Seinem Genre.

 

War er ihr auch verpflichtet? Was die Kleidung betraf? Er sah das Ganze nicht so eng. Immer diese Marotten der Weiber. Was muss man sich denn auch wirklich hübsch machen. Wenn man umherzigeunert. Heute hier, morgen dort.

Urlaub. Einmal im Jahr. Ein paar wohlverdiente Wochen. Sich einfach treiben lassen. In allen Belangen. Genießen. Spüren, dass das Leben Freude macht. Und immer wieder Überraschungen und kleine Wunder bereithält.

Was sonst sollte Urlaub sein.

Wie bitte? Das habe ich nicht verstanden. Das Tosen der Wasserfälle verschluckt jeden Ton. Es bleiben vom Gesagten lediglich einige Grimassen übrig. Sonst nichts. Es geht von ihm auch kein Bemühen aus. Ihre Worte realisieren zu wollen.

Seine Fotoaugen leuchten stattdessen. Seine Kamera zoomt. Lieselotte samt ihren Nörgeleien sind bereits vergessen.

 

Wie bitte? Das habe ich nicht verstanden. Wie sonst in ihrem Beziehungsalltag. In Beziehungsalltagen wohl generell?

No risk no fun? Wie hier an diesem traumhaft wunderschönen Platz? Wo jedes der Häuser von kleinen und großen ineinander fließenden  Wasserfällen umgeben ist, von Miniseen, Tümpeln, Urwaldgestrüpp. Sehenswert. Erlebenswert. Ein Ort, an welchem Seelen mit ihren Beinen schlenkern, sie und sich selbst insgesamt einfach baumeln lassen.

 

Fasten your seatbelt while seated … lifejacket under your seat … dieses Metallschild hatte Sebastian mal geklaut und auf der Beifahrerseite angebracht. Als das Wohnmobil neu war. Und er meinte: Damit du dich so sicher fühlen kannst wie in deinen Flugzeugen. Meine liebe Frau Flugbegleiterin. Und er grinste dabei übers ganze Gesicht. Wie ein kleiner Junge.

Fasten your seatbelt while seated … lifejacket under your seat … Ja, wenn das im Leben so leicht zu händeln wäre, denkt sich Liselotte, als sie in ihrem Luxuscampingwagen weiter über Land fahren. Eine Strecke, die sie alle paar Jahre absolvieren. Weil sie so schön ist. Fotomotive der besonderen Art bergen. Sie diesen Reisen Vertrautheit abgewinnen. Zugehörigkeit.

Alles das, was ihnen im Stress des Alltags wohl ein bisschen weniger bewusst wird. Sie vergessen lässt, wie sehr Sebastian einst um ihre Gunst kämpfte: Du wirst sehen. Alles wird gut werden. Ich freue mich auf unser gemeinsames Kind. Altersunterschied? Sei doch nicht so kindisch! Du bist doch eine interessante und attraktive Frau. Was machen da die zehn Jahre aus, heutzutage können sich auch Frauen junge Männer leisten! Außerdem stehe ich auf reife Frauen. Das weißt du.

 

Wenn er nur nicht jedes ihrer Worte unentwegt kommentieren wollte. Wie sie das hasste. Und wie oft sie ihm das schon gesagt hat. Es ist immer wieder dasselbe Spiel. Er kehrt einfach zu gerne den Herrn Schlaumeier heraus. Und ließ nichts aus an physikalischen und allgemeinwissenschaftlichen Ergänzungen. Weißt du, das ist nämlich so …

Dabei hätte ein Ja oder ein Nein genügt. Oder ein Vielleicht.

Naja. Es gibt wohl so Dinge, an die man sich zu gewöhnen hatte in einer Ehe. Auch wenn das manchmal schwer fiel. Und an den Nerven zerrte.

 

Er müsse das Navi besser einstellen. Denn das Fräulein nervt, wenn es andauernd ermahnend eingreift: Bitte halten Sie sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen!

Das Fräulen kann man abstellen, wenn einem etwas nicht passt. Wohl genial.

Überhaupt ist das eine tolle Sache: Ziel eingeben. Und man wird bis dorthin gelotst. Vorbei an allen Hindernissen.

Das müsste mal einer erfinden: Ein Navi für den Eheweg. So unter dem Motto: Neue Ziele einzugeben erlaubt.

Sie lässt ihren Gedanken freien Lauf. An einem Kodak-Point, wo man ein Stück der Plitwitzer Seen erblicken kann.

Heuer würden sie nicht, wie sonst immer, ein paar Tage in diesem wildromantischen Naturpark verweilen. Schade. Denn dieses Türkis tat einfach der Seele gut. Auch wenn Menschenmassen sich entlang der imposanten Waldwege schlängeln. Die Ausflugsschiffe übervoll sind. Es ist solch ein Unterfangen einfach jedes Mal überwältigend.

Das wilde Sprudeln der Gewässer. Leidenschaftlich und unkontrolliert. Übermütig und kompromisslos. Mutstrotzend. Über Stock und Stein. Sich in einem feinen Wellennetz auflösend. Smaragdgrün. Türkis. Immer langsamer werdend. Einmündend in ein Schwarz. In einem Baumdickicht verschwindend.

Ein Synonym für ihre Ehe?

 

Was machte sie so nachdenklich? So negativ?

Gab es Anzeichen? Hinweise? Die an ihrem Selbstwert scheuerten? Sie dermaßen verunsichert zurück ließen?

Bucklige, wellige Dolinenwelten lassen Lieselotte spontan alle ihre Ängste und Zweifel - Lappalien? - vergessen. Die sie oftmals beschlichen. Sie war nun bald fünfzig. Und er war zehn Jahre jünger als sie. Ein Mann in den besten Jahren. Wie es so schön heißt. Zudem sehr erfolgreich. Mit seinen langsam sich ins Grau färbenden Schläfen als überdurchschnittlich attraktiv zu bezeichnen. Gepflegt. Manches Mal benötigte er für seine Badrituale länger als sie. Machten ihr derartige Dinge nun Kopfzerbrechen? Das war doch früher auch nicht anders.

 

Die Zuneigung - oder war es Liebe? - zu ihrem Mann ist jedoch sofort wieder voll da, wenn sie ihm aus einiger Entfernung zusieht, wie er sich den Schönheiten der Natur hingibt. Die attraktivsten Motive herausfiltert. Mit größter Treffsicherheit seine Bildausschnitte wählt. Den goldenen Schnitt im Gefühl. Das Licht- und Schattenspiel im Griff.

Der alle Nuancen von Grün festzuhalten imstande war. Und diese Farbenvielfalt an der Unterseite der Dellen Mais-, Getreide-, Weinfelder. Die dem Betrachter in ihrer Einzigartigkeit auffielen.

 

Weiter die Straße entlang. Kalksteinskulpturen a la Sprengung. Danach belassen. Und hier siehst du die einzelnen Schichten. Kalk und Algen. Sagt er. Denn so entstehen diese Wasserfälle. Diese Naturwunder. Sagt er.

Und weiter und weiter. Der Motor schnurrt gleichmäßig. Sebastian steuert ruhig und sicher. Zwischendurch einmal ein großes Ding lenken. Er schmunzelt. Das Cabrio, das er im Alltag ansonsten fährt. Es war wohl kein Vergleich.

Die Landschaft sieht heil und belassen aus. Sagt sie. In Ruhe gelassen. So, als ob das Wort Umweltbelastung für diesen Landstrich nicht zu gelten habe. Hier noch Unberührtheit stattfindet.

Walderdbeeren und Kirschen. Angeboten am Wegesrand. Auch Käse und Selbstgebranntes. Dobar dan! Hvala. Dovi’dneja!

 

Damals. Es war alles rasend schnell gegangen. Sie hatten sich in einem Tanzkurs kennengelernt. Klassisch. Und verliebt. Und eh sie sich’s versah, war sie schwanger und Sebastian mit Ratio nicht mehr wegzubekommen. Und seine Freude über seinen Sohn Markus ließ sie auch alle Bedenken beiseite schieben. Auf ein Später.

War jetzt das Später?

 

eure

Stefanie Eveline Roßmanith,

die unter Pseudonym veröffentlicht:

Eveli Mani

www.evelimani.com

und

Hanna Roßmanith





Einträge 146 bis 150 von 150