18. 08. 2019 - Lesung in Thörl - Hans Bäck

Es gibt diese Motschkerer, diese Besserwisser, die da meinen ...

Nein, ich lasse mir die Gute Laune nicht verderben. Es ist wie es ist und so ist es gut!

Was los ist? Nix besonderes, nur dass Andrea und ich, gemeinsam mit unserem kongenialen Musiker „Little Mo“ einen wunderbaren Abend im Park des Schlosses Thörl hatten. Einen Abend mit Literatur, Musik, Spaß, gute Laune, fröhlichen Menschen, sogar einem kleinen Einkommen durch die freiwilligen Spenden und dem Verkauf einiger Bücher. Also alles bestens!

Aber ja, und diejenigen, die da meinten, mit Literatur habe unser Buch nicht viel zu tun, nun denen gebe ich den guten Rat: Lest einmal das durch, was Andrea und ich da geschrieben haben! Das ist erstens nicht so ohne und zweitens hat es durchaus tiefen Sinn und ist drittens sorgfältig gearbeitet und daher waren die Lobes- und Dankesworte die wir persönlich oder via Facebook erhielten, sehr angenehm für uns und geben uns den Elan bald wieder einen Auftritt mit „Frau agiert, Mann reagiert“ zu planen.

Doch der Reihe nach: Fam. Hempel-Hubersting und die Gemeinde Thörl haben uns den Auftritt ermöglicht und dafür einmal ein ganz großes DANKESCHÖN!

Ich habe nun schon etliche Lesungen hinter mir, auch in wunderschönen Gebäuden, alten Schlössern, unter rauschenden Bäumen, vor der rauschenden Brandung, natürlich auch in stillosen nüchternen Räumen von Buchhandlungen und Bibliotheken, sogar ein alter Palazzo war schon dabei, jedoch diese Lesung in Thörl war ein besonderes Erlebnis! Die charmante Gastgeberin hatte mit ihren Helfern alles vorbereitet, wir mussten nur mehr kommen und konnten zu lesen beginnen! Sogar die Anschlüsse für die Verstärker des Musikers waren vorbereitet. Und über das Ambiente in dieser zauberhaften Kulisse muss ich extra nix mehr sagen, die Bilder sprechen für sich.

Und wie viele Gäste gekommen sind! Zuerst dachten wir, da sind so viele Sitzgelegenheiten aufgebaut, die werden doch nie voll! Und dann mussten aus dem Schloss noch Sessel geholt werden! Am „Land“ ist es schon was anderes, das gebe ich zu, in der Stadt sind die Notwendigkeiten womöglich vielfältiger, aber dass unter den vielen Besuchern unserer Veranstaltung der amtierende Bürgermeister von Thörl und dessen Vorgänger anwesend waren betrachten wir als besondere Auszeichnung. Vielleicht gelingt es uns in Kapfenberg auch einmal den Bürgermeister bei einer unserer Lesungen begrüßen zu können (oder wenigstens den Kulturreferenten).

Sehr geschätzte Leser meiner Newsletter! Ohne jedes Eigenlob, das war wirklich eine Spitzenveranstaltung. Nach der großartigen Lesung im Friseursalon Baumann nun das in Thörl, wohin sollen wir uns noch steigern? Jedenfalls, es hat uns genauso wie den Publikum riesigen Spaß gemacht und uns angespornt nachzudenken, wo noch und wie und wann und mit welchen „Zutaten“ – Seid versichert, wir haben noch einige Ideen!

Der Schlosspark noch ohne Besucher, aber in seiner vollen Schönheit!


Der Empfang durch die Gastgeberfamilie und die Eröffnung der Veranstaltung

...und dann starteten wir!

 

Noch ein Blick ins Publikum! Wir lasen und musizierten fast eineinhalb Stunden und das Publikum machte keine Anstalten fortzugehen, früher aufzubrechen... Einfach fantastische Besucher! Es blieb auch noch genügend Zeit um untereinander zu diskutieren, die angebotenen Köstlichkeiten aus Schlosskeller und vom Büffet zu verkosten. Jedenfalls, nach Meinung vieler (alle konnten wir nicht befragen) ein überaus gelungener Abend!

 




01. 07. 2019 - Tage der deutschsprachigen Literatur

Tage der deutschsprachigen Literatur

Wenn ein Kasten im Weg steht ...

Natürlich, für bundesdeutsche Leser muss der Kasten zu einem Schrank werden, eh klar. Aber der Text der Birgit Birnbacher ist wirklich ein Beitrag, der das Preisgeld – immerhin € 25 000,- wert war.

So, sie sind wieder über die Bühne gegangen, die 43. Tage der deutschsprachigen Literatur, früher als Bachmannpreis bekannt. Und der Hauptpreis wird noch immer – Gott sei Dank – nicht nur in der Verkehrssprache als DER Bachmannpreis gehandhabt. Und das ist gut so und soll auch so bleiben. Was sonst zu bemerken wäre?

Interessant ist, dass etliche so genannte arrivierte Autorinnen/Autoren (und ab dieser Stelle schreibe ich nimmer gendergerecht) mit Bomben und Granaten durchgefallen sind, sie kamen tlw. nicht einmal auf die Shortlist. Wobei die Bomben und Granaten eh sehr harmlos ausgefallen sind! In einem Pausengespräch fragte ich einen Juror ob es womöglich eine Sprachregelung gäbe, nach der die Jury einen Schmarrn keinesfalls als solchen bezeichnen dürfe. Es wurde vehement verneint, doch blieben sie bis zum Ende sehr zahnlos. Na ja, einzelne Wortmeldungen ließen erahnen, dass der Juror gar nicht glücklich war mit einem vorgetragenen Text. Apropos Vortrag: Es stimmt schon, im Vergleich zur Frühzeit des Bewerbes (immerhin bin ich seit 1984 fast immer dabei gewesen), haben die Autoren ganz erheblich an ihrer Performance gearbeitet. Bestimmt auch unter Mithilfe der Verlage und Agenturen, nehme ich an. Wobei Performance natürlich einschließt, dass manche Lesenden mit einem unerträglichen Pathos ihre Texte vortrugen! Da war es schon so, dass wir im ORF Theater oder zu Hause beim Fernseher (3 SAT übertrug wieder live) auf die Uhr blickten, wie lange das noch dauern würde.

Am Sonntag wurde in den Schlussinterviews mehrfach betont, es sei „ein guter Jahrgang“ gewesen. Nun, es stimmt, es gab schon schlechtere, doch sind immer noch Texte dabei, wo man sich als Zuhörer fragt, wie schafft der das durch die Vorauswahl? Welche Kriterien spielen da wirklich mit, wen ein Juror auswählt? (oder mit womöglich leichten Druck von Verlagen „vorschlägt“)

 

Interessant war, festzustellen, dass seitens der Jury immer wieder der Satz fiel „Die Geschichte kennen wir“ – ist die Literatur mit ihren Themen wirklich am Ende und ist alles schon geschrieben? Ich glaube es nicht, auch wenn manch Themenwahl anregt darüber nachzudenken. Beispiele gefällig? Nun der an sich brillante Text von L. Fischer, der uns in die Kunst des Fliegenfischens einführte. Aber es reichte durchaus für den 2. Preis!

Köstlich sind immer wieder die Wortspenden der Juroren, mit denen sie ihre Beiträge würzen – und so nebenbei mit ihrer Belesenheit glänzen. Bitte sehr, wenn diese sieben Damen und Herren nicht in der gesamten deutschsprachigen Literatur (und darüber hinaus) zuhause wären, wer denn dann!

Bespiele gefällig? „Die Erhabenheit ist eine Reaktion auf das Unsagbare“ oder „Menschen, die immer Recht haben, schreiben schlechte Bücher“.

Adjektivorgien, ja das gab es auch noch! Ist anscheinend nicht zu vermeiden!

Ganz kurz zu den Preisträger-Texten:

Birgit Birnbacher „Der Schrank“

Leander Fischer „Nymphenverzeichnis Muster Nummer eins mit Goldknopf“

Julia Jost „Schakaltal“

Yannic Han Biao Federer „Kenn ich nicht!“

Der Publikumspreis fiel verdientermaßen an Ronya Othman für ihren Beitrag „Vierundsiebzig“ über das Erleben des IS Terrors am Beispiel einer jesidischen Familie.

 

Alles in allem, es waren trotz unangenehm tropischer Temperaturen, spannende Tage, sowohl im ORF-Theater in Klagenfurt, als auch zu Hause vor dem Fernseher!

 

Hans Bäck




03. 04. 2019 - [Presse-Artikel] Reibeisen - WOCHE.at

Presseartikel WOCHE - Bruck an der Mur




29. 03. 2019 - [Presse-Artikel] Reibeisen - Kleine Zeitung Mürztal

Presseartikel Kleine Zeitung




02. 02. 2019 - Reibeisen Nr. 36

Am 12. April 2019 erscheint die 36. Ausgabe des Kulturmagazins „Reibeisen".

Im allgemeinen Literaturteil werden Textbeiträge folgender Autorinnen und Autoren zu finden sein:

Dirk Alt, Alexandra Anvari, Regina Appel, Michael Arenz, Ruth Barg, Danielle Barthel, Dirk-Uwe Becker, Elin Bell, Ines Beyer, Katharina Bosch, Jimmy Brainless, Stefan Breitenfeld, Wilhelm Brenner, Manfred Chobot, Gerhard Dick, Jens Dittmar, Karl Drechsler-Mörwald, Wiebke Drucker, Raoul Eisele, Anna Felnhofer, Sabina Fudulakos, Dietmar Füssel, Thomas Gföllner, Katharina Goetze, Josef Graßmugg, Christl Greller, Simon Guerel, Irena Habalik, Elisabeth Hafner, Joachim Gunter Hammer, Anke Harnisch, Holger Hartenstein, Julia Hintermayer, Marina Ivkić, Markus Jäger, Gerald Jatzek, Marlies Jensen-Leier, Marlies Joepen, Harald Jöllinger, Wolfdietrich Jost, Andreas Kircher, Jörg Kleemann, Barbara Klein, Ingrid Maria Kloser, Kristiane Kondrat, Dietwin Koschak, Isabella Kramer, Mira Jana Krassnig, Friederike Krassnig, Norbert Leitgeb, Dominik Leitner, Sepp Maier, Nicole Makarewicz, Anastasiya Maria, Susanne Mathies, Otmar Matthes, Wolfgang Mayer-König, Eberhard Mayr, Eva Meierhofer, Kerstin Meixner, Eline Menke, Ela Meyer, Brigitta Michel-Schwartze, Peter Mitmasser, Karl Mittlinger. Miklos Muhi, Andreas Müller, Manuela Nimmervoll, Elvira Nüchtern, Milena Orlando, Martin Peichl, Karl Plepelits, Mechthild Podzeit-Lütjen, Ulla Puntschart, Francesca-Maria Raffler, Sabine Reyher, Florian Josef Rinderer, Johanna Ruano Rodriguez, Kaia Rose, Artur Rosenstern, Simon Sailer, Marlen Schachinger, Marlene Schulz, Therese Schwarz, Martina Sens, Sophie Spitzer, Maria Stalder, Achim Stößer, Marlies Strübbe, Christine Teichmann, Thyra Thorn, Henriette Tomasi, Johannes Tosin, Ulrike Toth, Adi Traar, Helmut Türk, Sigrid Uhlig, Wolfgang Uster, Martin A. Völker, Heinrich von der Haar, Stephan Vonschallen, Johannes Wally, Stephanie Michaela Weiß, Rudolf Wiedner, Peter Paul Wiplinger, Johannes Witek, Johanna Wurzinger, Tabea Zeltner, Alfred Zoppelt





Einträge 16 bis 20 von 150  |  Weitere ->