29. 03. 2014 - Bäcks Nachlese

Nachlese 1. Quartal 2014

Liebe Literaturinteressierte!

In wenigen Tagen ist es soweit und das Reibeisen 2014 wird vorgestellt! Die Ausgabe Nummer 31! Wer hätte 1983 gedacht, dass es „uns“ nach 31 Jahren noch immer gibt und wir bis dahin einen Umfang erreicht haben, von dem 1983 niemand zu träumen wagte. Doch was sagt der Umfang, es geht ja um die Inhalte, um die Qualität der Beiträge. Oft haben wir im kleinen Kreis darüber räsoniert, dass die Beiträge in den „alten,“ den „ersten“ Heften eine Qualität gehabt hätten, die später kaum mehr erreicht wurde! Doch wir wissen alle, wie das ist, mit dem „ja früher...“

         Lassen wir die Nostalgie, wenden wir uns der Literatur des neuen Reibeisens zu, nicht nur der Literatur, auch den übrigen Beiträgen. Wer nicht an einer der beiden Präsentationen in Kapfenberg (am 11. 4.) und in Wien (am 24. 4.) dabei sein kann, dem soll auf diesem Weg ein wenig Gusto auf das neue Heft gemacht werden – immerhin brauchen wir die Einnahmen aus dem Verkauf der Hefte genauso wie jene aus den Inseraten und Förderungen!

         Reibeisen Nr. 31 – ein Schwerpunkt: Unser Nachbarland Ungarn! Geschichte, Politik, Wirtschaft, Kultur von Sepp Kaltenböck wie immer kenntnisreich und detailliert dargestellt. Diese Beiträge von Sepp Kaltenböck sind immer ein Genuss zu lesen, die sind keine trockene Aufzählung von Daten, Jahreszahlen, das sind lebendige Schilderungen einer tausendjahrelangen Zusammengehörigkeit.

         Was lag näher, als diesem Nachbarn auch einen umfangreichen Literaturteil zu widmen! Und da haben wir tatsächlich „Goldstücke“ bekommen. Dank einer intensiven Zusammenarbeit mit dem PEN-Club Ungarn erhielten wir von hochrangigen Mitgliedern dieser internationalen Schriftstellervereinigung hervorragende Beiträge: Kurzgeschichten, Romanauszüge, Gedichte, Essays. Und das alles ohne Honorarforderungen! Natürlich ist es uns eine Ehre und eine Freude, viele der ungarischen Autoren – immerhin stellen diese fast das komplette Präsidium des ungarischen PEN dar – bei unseren Präsentationen begrüßen zu können! Der ungarische Honorarkonsul in der Steiermark, Mag. R. Roth hat weiters eingefädelt, dass auch die ungarische Botschaft bei beiden Veranstaltungen vertreten sein wird. Wer wird da wohl vom offiziellen Kapfenberg dabei sein? Von der offiziellen Steiermark, nein da träumen wir ja nicht einmal mehr. Denn, wie sagte seinerzeit unser Ferstl Edi? Für die Grazer Kulturstellen, hört die Kultur der Steiermark an der Weinzöttlbrücke auf!

         Aber, liebe Literaturinteressierte, auch die übrigen Beiträge haben es in sich! Gastautoren aus Bulgarien und Polen sind ja inzwischen fast schon Stammautoren bei uns, aber auch aus Slowenien, Russland, Serbien haben uns Schriftsteller Beiträge zur Verfügung gestellt. Dazu kommen die Beiträge aus Deutschland und aus Österreich. Ja, meine Damen und Herren, im vierten Lebensjahrzehnt des Reibeisens hat sich dieses im internationalen Literaturbetrieb verankert. Dass der heimische von uns kaum Notiz nimmt, nun ja wir erscheinen ja in der Provinz und nicht in Graz. So ist das eben.

         Jedenfalls, das Reibeisen um € 15,- ist mit 245 Seiten so umfangreich wie noch nie, auch entsprechend schwer (leider), aber Sie haben wochenlang Lesestoff! Spannend, abwechslungsreich, international, humorvoll, tragisch, ach was, alles was Literatur ausmacht! Kaufen Sie das Reibeisen und Sie werden staunen!

Wir freuen uns, wenn wir Sie begrüßen dürfen!

 

Ein paar andere Gedanken möchte ich auch noch unterbringen, es gibt ja nicht nur das Reibeisen!

         Einige Diskussionen hat mein letzter Beitrag über die Fußballer und deren Förderungen bzw. die aufgeflogenen Machinationen ausgelöst. Ich halte für mich fest: Fußballer sind – üblicherweise, wie es im Sport heute Usus ist – gutbezahlte Profis, die einen Beruf ausüben. Und dass sie dabei auch auf ihr Geldbörsel achten ist einmal unbenommen. Ich erinnere nur an den legendären österr. Nationalspieler der vor Jahren bei den Vertragsverhandlungen sagte: „Brutto oder netto ist mir egal, ich will das Geld bar auf die Hand“ Und wenn der Bezahlung nachgeholfen wird, z. B. durch die Wettmanipulationen so ist das m. E. Systemimmanent! Wobei ich natürlich nicht automatisch jedem Fußballer unterstelle, zu manipulieren, doch die Möglichkeiten bestehen in großer Zahl und werden in großer Zahl auch wahrgenommen. Daher meine Zurückhaltung, mir ein Fußballmatch anzusehen und meine Bedenken gegen die übermäßige Förderungen der heimischen Fußballer durch die öffentliche Hand. Nun entspricht in Kapfenberg die Flutlichtanlage nicht mehr  den Bestimmungen, also muss der Steuerzahler her. Und sollten die Kapfenberger in die Bundesliga aufsteigen, dann muss der Steuerzahler für eine Rasenheizung sorgen. Was haben wir für Probleme unser Budget jährlich zu erstellen, das Reibeisen zu finanzieren usw. Die Durchführung der Biennale im kommenden Herbst zum Thema „Literatur und Arbeitswelt“ scheitert an den finanziellen Nöten von Bund, Land und Gemeinde. Mit einem Viertel der beheizten Rasenfläche im Stadion wäre uns für Jahre geholfen!

 

         Ich bewundere immer die Menschen, die Beiträge im TV mit Musik unterlegen müssen, da gibt es oft spannende Herausforderungen und meist gelingt das auch so ausgezeichnet, dass dem Zuseher/Zuhörer diese Begleitung kaum auffällt. Doch da gab es im Feber heuer einen Beitrag über Salzburg, wunderbare Bilder aus der Stadt und der Umgebung. Klar, da musste Mozartmusik als Untermalung her. Lachen musste ich jedoch, als bei dem Bericht über das Kapuzinerkloster am Mönchsberg die Arie des Cherubino aus der Hochzeit des Figaro „sagt holde Frauen, die ihr sie kennt, sagt ist es Liebe, was hier so brennt“ gespielt wurde. Köstlich!

 

         Ja, sparen müssen die öffentlichen Stellen, behaupten sie immer wieder. Da erinnere ich mich an etwas das ich seinerzeit gelernt hatte: Sparen kann ich nur Geld, das ich habe und nicht ausgebe, also auf „die Seite lege.“ Aber Geld, das ich gar nicht habe, wie kann denn das gespart werden? Da haben unsere Finanzgenies in Bund und Land wieder eine Bedeutung erfunden, die so sicher nicht gemeint war. Aber die deutsche Sprache hat schon ihre Tücken!

 

         Ja, sparen, da fiel mir noch eine Meldung auf: Als das Desaster mit dem Burgtheater aufflog, musste der Minister ein Rechtsgutachten einholen um die weitere Vorgangsweise mit dem Direktor des Hauses zu entscheiden. Nun wissen wir doch alle, die überwiegende Zahl der höherrangigen Ministerialbeamten sind ja Juristen. Warum muss dann ein teures Gutachten von einer externen Stelle eingeholt werden? Das verstehe ich nicht!

 

         Der internationale Frauentag wurde intensiv begangen, es ist keine Frage, dass Frauen in Österreich noch immer diskriminiert sind, wenn jedoch in Anwesenheit von Frauen aus dem Sudan und nach deren Berichten über ihre Lebensumstände die österr. Frauen über ihre Diskriminierung jammern, dann grenzt das für mich an Obszönität! Nochmals, ja die Frauen in Österreich werden noch immer diskriminiert, bekommen weniger Gehalt als Männer, werden bei den Aufstiegschancen benachteiligt, im Vergleich zu den Schilderungen aus dem Sudan, wo es selbstverständlich ist, dass die Frauen stundenlang mit den Kanistern am Kopf zu den Wasserstellen gehen, der Gewalt durch die Terrorbanden ausgesetzt sind, die Genitalverstümmelung an der Tagesordnung ist, von einer Möglichkeit eines Schulbesuches für die Mädchen nicht einmal geträumt werden kann, dann, ja dann, meine Verehrten – siehe oben!

         Es passt ja zum internationalen Frauentag, dass z. B. in der Schweiz erst im Jahre 1978 es Frauen erlaubt wurde, dem Schweizer Alpenclub beizutreten!

 

         Und dazu passt natürlich auch die Meldung, das Österreichische Normungsinstitut hat die ÖNORM A 1080 herausgegeben, wo die Richtlinie enthalten ist, die gendergerechte Schreibweise im Schriftverkehr zu unterlassen. Alle, die meine Nachlesen verfolgen, wissen, wie ich mich über die Auswüchse der gendergerechten Schreibweise immer schon geärgert habe und werden verstehen, dass ich dem Normungsinstitut (Austrian Standards heißt es ja jetzt) direkt dankbar bin. Die Bewohner der Wienerinnenstraße können aufatmen, sie bleiben Bewohner der Wienerstraße, und die Rotinnen, Schwarzinnen, Grüninnen bleiben ganz normale Rote, Schwarze oder Grüne Parteimitglieder. Beruhigend!

 

         Es gäbe noch einiges, das mir auf der Zunge liegt, aber zu umfangreich soll die Nachlese auch nicht werden, sonst liest sie ja keiner.

 

         Abschließend, danke für Ihr Interesse, wie immer: keine offizielle Mitteilung des Europa-Literaturkreises Kapfenberg, sondern meine persönliche Meinungen.

 

Kommen Sie am 11. April in den Spielraum oder am 24. April in die österr. Gesellschaft für Literatur in Wien und schauen Sie, wie unser Reibeisen 2014 wurde!

(ich sage nochmals: ein Prachtexemplar!)

 

Hans Bäck




22. 03. 2014 - ECE-Frühlingsfest

Lesungen beim ECE - Frühlingsfest

 

Das EINKAUFS CENTRUM EUROPAPLATZ in Kapfenberg lud am 21. und 22. März 2014 zum Frühlingsfest.

Lesungen des "Europa-Literaturkreis Kapfenberg" waren Bestandteil dieses Festes.

Josef Graßmugg und Richard Mösslinger boten in der Kinderstube Sterntaler "Rätselgedichte zwischen Frühlingsgeschichten"

"Primavera in Italia" war das Motto von Hans Bäck und Ruth Barg im neuen Café "Dolce & Caffiano".

  

     

  




16. 02. 2014 - Reibeisen 31 - Autoren

Die Autorinnen und Autoren des Kulturmagazins REIBEISEN Nr. 31 – 2014

(Erscheinungstermin: 11.04.2014)

 

Literaturteil / deutschsprachig

 

Albrecht Susanne Ulrike Maria

Antonik-Seidler Stefan

Arenz Michael

Austin Eva

Bäck Hans

Barg Ruth

Becker Dirk

Billing Carmen

Chobot Manfred

Fischer Franz Peter

Graßmugg Josef

Greller Christl

Grohmann-Németh Bernadette

Hammer Joachim Gunter

Heumann Margit

Hladicz Mario Karl

Ithaler-Muster Heidemarie

Jöllinger Harald

Keller Barbara

Knoll Klaus

Kolb Manfred Friedrich

Kornberger Gerti

Kramer Isabella

Krassnig Friederike

Kristan Lucas

Makarewicz Nicole

Matthes Otmar

Mayr Eberhard

Mayer-König Wolfgang

Miklautz Franz

Mitmasser Peter

Mittlinger Karl

Mösslinger Richard

Nüchtern Elvira

Parth Myriam

Piuk Petra

Plepelits Karl

Rechsteiner Yves

Schmidt Manuela

Schmitzer Stefan

Sens Martina

Setz Clemens

Sieber Martin

Simon Cordula

Stankowski Martin

Stift Andrea

Stöver Krimhild

Szalay Christoph

Teichmann Christine 

Toth Ulrike

Türk Helmut

Weck Dagmar

Witek Johannes

Zagorac Diana

Zechmeister Waltraud

 

 

Literaturteil / mehrsprachig

 

Angyal Gyula (Ungarn)

Antonyuk Natalyia Elizarova  (Russland)

Casapicola Christine  (Italien)

Csicsery-Rónay Erzsébet  (Ungarn)

Cvjietić Mićo  (Serbien)

Duszka Maria  (Polen)

Gulyás Péter Pál  (Ungarn)

Hristow Boris  (Bulgarien)

Jeżewski Krzysztof Andrzej  (Polen)

Kehlibarev Ivan  (Bulgarien)

Lottmann Fritz  (Deutschland, Plattdeutsch)

Mezey Katalin  (Ungarn)

Norwid Cyprian Kamil  (Polen)

Oláh János  (Ungarn)

Pál Sohar  (Ungarn)

Paprocki Zbigniew  (Polen)

Popow Wladimir  (Bulgarien)

Przybylak Feliks  (Polen)

Shekov Margarit  (Bulgarien)

Stojanow Rumen  (Bulgarien)

Sumonyi Zoltán  (Ungarn)

Szőcs Géza  (Ungarn)

Tolvaly Ferenc  (Ungarn)

Turczi István  (Ungarn)

Virk Jani  (Slowenien) 




10. 12. 2013 - Adventlesung im NTK

Alle Jahre wieder...

Auch heuer organisierten wir im Neurologischen Therapiezentrum Kapfenberg eine Benefizveranstaltung zu Gunsten der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Bruck-Kapfenberg 

 

       Richard Mösslinger                 Gerti Kornberger                 Christine Teichmann                 Josef Graßmugg

 

Harald Trippl mit seinem Volksmusikensemble der Musikschule Kapfenberg
  




10. 11. 2013 - Tagebuchtag 2013

DAS TAGEBUCH

Projekt - Workshop anlässlich des Tagebuchtages des Europa-Literaturkreises Kapfenberg und des BG/BRG Kapfenberg am Mittwoch, 23.10.2013 von 9.30 – 11.15 Uhr (2 Stunden)

Mit der 2c Klasse Fr. Mag. Sandra PACHER und Helmut TUERK, Europa-Literaturkreis Kapfenberg

 

Nach kurzer Vorstellung und einführenden Worten von Fr. Prof. Mag. Pacher wurde gleich auf das Thema des Workshops Bezug genommen. Die Schülerinnen und Schüler erhielten jeder ein sogenanntes "Tagebuch" in Heftform. Es wurden einige Themen zur Auswahl gestellt und mit dem Schreiben des Tagebuchs wurde begonnen.

Nach der Pause kam es zum persönlichen Vorlesen der Texte, das einzeln oder paarweise erfolgte. Überraschend war, dass in der kurzen Zeit wirklich gute Texte mit viel Engagement und Begeisterung von den Schülern "gekommen" sind.

Bis zum nächsten Termin wurde die Aufgabe gestellt, über 7 Tage ein Tagebuch zu schreiben. Wobei den Schülerinnen und Schülern freigstellt wurde ein fiktives Thema (Ötzis Tagebuch), angelehnt an den Geschichtsunterricht oder ein realistisches, auf die eigene Persönlichkeit bezogenes, zu nehmen.

Den Schülerinnen und Schülern hat dieser Workshop sichtlich Spaß gemacht.

  

Weiterer Termin: Mittwoch, 6. Nov. 2013 in der Schulbibliothek des BG und BRG Kapfenberg

mit Mag. Elisabeth HINTERPLATTNER und Helmut TUERK

Wir wurden herzlich empfangen und begaben uns in die Schulbibliothek. Dort wurden uns von den Schülerinnen und Schülern gestaltete Plakate über das Thema "Tagebuch" gezeigt. Einige hatten sich besonders große Mühe gemacht und Texte aus "Anne Franks Tagebuch in die Plakate miteinbezogen.

Wir begannen diesen Teil des Workshops mit auszugsweisen Texten aus Anne Franks Tagebuch, gelesen von Elisabeth Hinterplattner, die etwa eine viertel Stunde dauerte.

Elisabeth hatte hervorragende Textstellen ausgewählt. Die Lesung beeindruckte die Schülerinnen und Schüler sehr. Es war beklemmend still und man erhielt den Eindruck, dass alle sehr berührt von der Dramatik der Worte waren.

Nach einer kurzen Pause wurden die Schüler zum Vorlesen ihrer Tagebucheintragungen aufgefordert. Dieses "Tagebuchschreiben" war ja als Deutschaufgabe am 23.10. gegeben worden.

Einige lasen ihre Texte selbst, andere gaben ihre Tagebucheintragungen anderen Schülern zur Lesung.

Danach wurde nochmals über Sinn und Bedeutung des Tagebuchschreibens diskutiert und es wurde der Wunsch geäußert, Schreibworkshops auch mit anderer Themenwahl durchzuführen.

Elisabeth Hinterplattner und Helmut Tuerk, Europa-Literaturkreis Kapfenberg

  





Einträge 41 bis 45 von insgesamt 90  |  Ältere Einträge ->
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 [910 11 12 13 14 15 16 17 18